Geschichte

 

Die frühesten Spuren von Besiedlungen sind eine römische Villa und früh-allemanische Gräber. Benken wird als Pecchinhova 858 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Rheinau erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wird der Ort Benchon genannt. 1540 übernahm Zürich die Herrschaft über Benken. Der heutige Dorfkern besteht sicher seit dem Mittelalter. Die meisten alten Häuser wurden im 18. und 19. Jahrhundert erbaut.

Im Zentrum Benkens dominiert die reformierte Kirche das Dorfbild. Der 48 m hohe Kirchturm, der nach einem Brand 1867 wiederaufgebaut wurde, ist von weither sichtbar. Der Taufstein im Kircheninnern trägt die Jahreszahl 1618, was dem richtigen Alter der Kirche entspricht. Vor dem Bau der jetzigen Kirche stand hier eine Kapelle, die auf das Jahr 1165 zurückging.

Neben der Landwirtschaft spielte lange Zeit der Torfabbau im Benkenerried eine wichtige Rolle. Ab 1860 begann oberhalb des Dorfs der Quarzsandabbau, dieser wurde in die aufkommende Glas- und Giesserei-Industrie von Bülach und Zürich geliefert. Jedoch musste der Betrieb in den 1980er-Jahren aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden.

Schon 1715 durften die Benkener Kinder während des ganzen Jahres die Schule besuchen, was damals absolute Ausnahme war. 1837 gründete Benken eine Sekundarschule, die zweite im Bezirk Andelfingen. Heute besuchen die Kinder die Primarschule im Dorf und die Sekundarschule in Marthalen.

Benken ist in jüngster Zeit wegen des Opalinustons über die Region hinaus bekannt geworden. Die Sondierbohrungen der NAGRA für radioaktive Abfälle haben auf Benken aufmerksam gemacht. Ob in der Opalinustonschicht jemals ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle entstehen wird, ist Gegenstand wissenschaftlicher Abklärungen und politischer Prozesse.