Zahlen & Fakten

Statistische Angaben
Einwohner 858 (Stand 31.12.2016)
Höhe über Meer 421 m  
Fläche 567 ha  
Waldanteil 188 ha (33.3%)
Landwirtschaftsland 336 ha (59.3%)
Siedlungsgebiet und Strassen 40 ha (7.4% )

Bevölkerung

53 % der Bevölkerung sind reformiert, 16 % katholisch, die restlichen Einwohnerinnen und Einwohner gehören anderen Konfessionen an oder sind konfessionslos.

Schulen

Die Kinder besuchen den Kindergarten Nüsatz und die Primarschule im Dorf. Die ältern Schülerinnen und Schüler besuchen zusammen mit ihren Schulkameraden aus Marthalen, Rheinau und Trüllikon die Oberstufe in Marthalen.

Schon 1715 durften die Benkener Kinder während des ganzen Jahres die Schule besuchen, was damals absolute Ausnahme war. 1837 gründete Benken eine Sekundarschule, die zweite im Bezirk Andelfingen.

Kirche

Im Zentrum Benkens dominiert die reformierte Kirche das Dorfbild. Der 48 m hohe Kirchturm, welcher nach einem Brand 1867 wiederaufgebaut wurde, ist von weither sichtbar. Der Taufstein im Kircheninnern trägt die Jahrzahl 1618, was dem richtigen Alter der Kirche entspricht. Vor dem Bau der jetzigen Kirche stand hier schon eine Kapelle, die auf das Jahr 1165 zurückgeht.

Bauten

Der Dorfkern besteht sicher seit dem Mittelalter. Die meisten alten Häuser wurden im 18. und 19. Jahrhundert erbaut.

Seit den 60er-Jahren entstanden in Benken nach und nach die Neubauquartiere Berg, Nüsatz, Bächenloo und Sürch. In den letzten Jahren sind in der "Breite" einige Mehrfamilienhäuser errichtet worden.

Die Gemeinde ist stolz auf das rustikal-moderne "Werkgebäude". Darin untergebracht ist eine Holzschnitzelheizung, die die umliegenden Gebäude mit Fernwärme versorgt. Die Holzschnitzel stammen ausschliesslich aus dem Benkener Wald.

Gewerbe

Heute finden sich verschiedene Gewerbebetriebe (Auto, Bau, Holz- und Metallverarbeitung), die sich bezüglich Grösse der Dorfstruktur angepasst haben. Insgesamt beschäftigen die ansässigen Gewerbebetriebe mehr Personen als die Landwirtschaft, welche mit 13 Vollerwerbsbetrieben im Reb- und Ackerbau, in der Viehzucht und der Milchwirtschaft tätig ist.

Der Dorfladen (VOLG) bietet sämtliche Waren des täglichen Bedarfs, weiter findet man einen Coiffeursalon, ein Massagesalon, ein Malergeschäft, ein Innenarchitekt, eine Schwimmschule und mehrere Weinhändler.

Rebbau

Benken ist eine der grössten Weinbaugemeinden im Kanton Zürich. Die 38 Rebbesitzer produzieren in der Mehrzahl Blauburgunder- und Riesling x Silvaner-Trauben; neu angepflanzte Sorten sind Regent, Kerner und Vidal. Der Räuschling, ein herber Weisswein, ist sehr rar geworden, der ehemals weitverbreitete Elbling wird nicht mehr angebaut.

Gastfreundschaft und Gastlichkeit

Oberhalb der Rebberge, im Restaurant Guggere, können Gäste und Besucher bei einem Glas "Benkener" die phantastische Aussicht über das Weinland geniessen.

Neben der erwähnten "Guggere" bieten "Sonne" und "Baumgarten" eine gute Küche; das Gasthaus Baumgarten verfügt über Gästezimmer.

Vereine und Freizeit

Für Einwohnerinnen und Einwohner bieten die verschiedenen Vereine gute Möglichkeiten der Kontaktnahme und der Freizeitaktivität.

Die Umgebung lädt ein zu schönen Wanderungen, z.B. zur Quarzsandgrube oder zum Rhein, der zum Naherholungsgebiet gehört. Die "Stadt" ist für die Benkener bis heute noch immer Schaffhausen. Diese erreicht man mit dem Postauto in 20 Minuten. Schaffhausen eignet sich zum Bummeln, Flanieren und Einkaufen.

Mit über 20 Abfahrten am Tag ist Benken gut mit dem Rest der Welt verbunden.

Opalinuston, NAGRA und klar! Schweiz

Benken ist wegen des Opalinustons über die Region hinaus bekannt geworden. Die Sondierbohrungen der NAGRA für ein Tiefenlager radioaktiver Abfälle haben auf Benken aufmerksam gemacht. Ob in der Opalinustonschicht, die gemäss der seismischen Messungen sehr stabil ist, jemals ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle entstehen wird, ist Gegenstand wissenschaftlicher Abklärungen und politischer Prozesse. Die Aufsicht über die nukleare Sicherheit obliegt dem eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI.

Der Verein Klar! Schweiz engagiert sich gegen ein Atomlager im nördlichen Weinland.